Die Geister der Vergangenheit

Waiqars Truppen der Untoten im Blick

Die kalten Nebel haben einen schlechten Ruf. Sie wandern und bewegen sich, als wären sie lebendig. Aber der wahre Schrecken verbirgt sich in den Nebeln: ein totes Königreich, besetzt von Untoten Legionen. Und obwohl seit der Nacht des Verrats Jahrzehnte vergangen sind, kann keine Macht der Welt Waiqar den Untoten von seinem Schwur abbringen – die Herrschaft der Daqan-Lords zu brechen und die zerbrochene Himmelskugel um jeden Preis zurückzuerlangen.

Im Runewars: Miniaturenspiel könnt ihr die Kontrolle über die Armeen aus den Nebellanden übernehmen und zunächst mit vier Einheiten in die Schlacht ziehen: den Wiederbelebten Einheiten von Nahkämpfern, den Wiederbelebten Bogenschützen, den Aasreitern und dem Helden Ardus Ix’Erebus.

Die Wiederbelebten Nahkämpfer

Wiederbelebte machen einen großen Teil jeder Armee in Waiqars Dienst aus und sind für diese Aufgabe wie geschaffen. Dunkle Priester und Nekromanten zermahlen die Knochen der ersten Diener Waiqars, der Totgeborenen Legion, zu Staub, damit Fleischformer und Knochenmeister diese Essenz nutzen, um die Körper gefallener Feinde wiederzubeleben. Die Überreste eines einzelnen Totgeborenen reichen aus, um tausende Feinde mit neuem Leben zu erfüllen. Erschaffen aus den Knochen niederer Feinde, füllen die Wiederbelebten die Reihen von Waiqars Armee mit unermüdlicher Hingabe.

Bei eurem ersten Blick auf den Kommandohalter der Wiederbelebten stellt ihr sicher fest, dass die Wiederbelebten allgemein langsamer und weniger flexibel sind als die Speerkämpfer. Allerdings gleichen sie dies auf viele verschiedene Arten aus.

Zuallererst werden für einen Nahkampfangriff der Wiederbelebten zwei rote Würfel geworfen, was sie härter zuschlagen lässt als die Speerkämpfer. Mit roten Würfeln teilt ihr in Runewars hohen Schaden aus, weshalb die Wiederbelebten eventuell seltener Spezialfähigkeiten auslösen, dafür aber fast sicher mehr Schaden verursachen. Zusätzlich könnt ihr die Angriffe der Wiederbelebten aufrüsten, sodass sie mehr Panik zufügen und die Chance erhöht wird, dass die Einheiten eures Feindes voller Furcht fliehen.

Zudem werdet ihr vielleicht bemerkt haben, dass Wiederbelebte günstiger sind als Speerkämpfer und euch dazu einladen, größere Einheitenverbunde einzusetzen. Für 64 Punkte – nur wenig mehr als ein Viertel eures Kontingents- könnt ihr 12 Einheitenbasen Wiederbelebte ins Feld führen, was Ehrfurcht gebietende 48 Figuren als eine Einheit aufs Schlachtfeld ruft. Wiederbelebte haben zudem die Fähigkeit, ihre gefallenen Krieger mit Regenerieren zu ersetzen. Am Ende jeder Aktivierungsphase, seid ihr in der Lage, einige Wiederbelebte-Figuren zu ersetzen, um die Lebensspanne eurer Einheiten im Kampf deutlich zu verlängern. Und zuletzt sind Wiederbelebte, wie viele andere Untote auch, standhaft im Angesicht von Moral-Tests. Alle Moralkarten haben ein Merkmal, wie etwa Zweifel, Furcht oder Verwirrung, und eure Feinde werden es schwer haben, Zweifel unter eurem Untoten Gefolge zu säen.

Die Wiederbelebten Bogenschützen

Nicht alle Wiederbelebten ziehen mit Nahkampfwaffen in die Schlacht. Einige setzen ihren Feinden aus der Distanz zu und feuern mit verdorbenen Bögen in die Herzen der Lebenden.

Wenn ihr die Wiederbelebten Bogenschützen wie normale Einheiten betrachtet, wird ihr Kommandohalter sehr eingeschränkt auf euch wirken. Er bietet nicht viele Möglichkeiten zu manövrieren, und die wenigen Möglichkeiten, die er bietet, wirken erst am Ende der Runde. Aber die Wiederbelebten Bogenschützen haben eine Fähigkeit, die keine andere Nicht-Helden Einheit im Runewars-Grundspiel besitzt – sie können Fernkampfangriffe einsetzen.

Fernkampfangriffe bieten euch die Möglichkeit, feindliche Einheiten anzugreifen, ohne sofortige Gegenangriffe fürchten zu müssen, und feindliche Figuren ins Visier zu nehmen, während diese noch auf dem halben Weg über das Schlachtfeld sind. Ihr könnt auch beschließen eine feindliche Einheit mit euren Wiederbelebten zu attackieren und anschließend den Feind mit euren Wiederbelebten Bogenschützen anzugreifen. Dies bietet zwar das Potenzial, die Moral euer Wiederbelebten zu erschüttern, aber wie wir bereits sehen konnten, widerstehen die Untoten häufig den Effekten von Moraltests.

Zusätzlich können die Wiederbelebten Bogenschützen weit mehr als nur Schaden austeilen. Die Pfeile der Untoten sind getränkt mit Gift und Verderbnis und wenn ihr 2 Energie auf Fernkampfangriffe aufgewendet habt, könnt ihr einen Pesthauch-Marker auf eurem Ziel ablegen. Pesthauch-Marker können dazu verwendet werden, um einen Angriffswürfel zu entfernen, wenn die angeschlagene Einheit angreift. Und die Untoten kennen noch einen anderen Weg, um von Pesthauch-Tokens zu profitieren, wie wir weiter unten noch sehen werden.

Die Aasreiter

 

Die Fleischformer sind gelehrt darin, Tote für den Dienst in den Armeen Waiqars des Untoten heranzuziehen, und das Bisschen, für das sie keine Verwendung finden, an die Aaswürmer zu verfüttern, die an den Rändern der Feldlager ihr Unwesen treiben. Weil sich diese Ungetüme an den Resten von Waiqars Feinden fett gefressen haben, können sie nun als schnelle und furchterregende Reittiere für die stärksten der Wiederbelebten Krieger abgerichtet werden. Giftiges Sekret tropft aus dem Maul des Aaswurms und diese verdorbene Substanz verätzt nahezu jedes Metall, von Fleisch ganz zu schweigen.

Aasreiter sind eine der furchteinflößendsten Einheiten im Runewars-Grundspiel, die sich über das Schlachtfeld winden und alle Einheiten verschlingen, die ihnen im Weg stehen. Als schwere Einheit haben Aasreiter einen Verteidigungswert von 3 sowie eine Wundschwelle von 3 , was es ihnen erlaubt, einer enormen Menge an Schaden zu widerstehen. Sie können ihre Verteidigung während einiger Aktionen sogar noch erhöhen, um sicherzustellen, dass nur die stärksten Attacken die ledrige Haut des Aaswurms durchdringen.

Aasreiter sind außerdem eine der schnellsten Einheiten in Waiqars Armee, die mit einer Geschwindigkeit von 4 nach vorne kriechen, wenn ihr bereit seid, euch bis spät in die Runde zu gedulden. Während eines Angriffs könnt ihr euch entscheiden, ob ihr lieber den Schaden des Aasreiters erhöht oder mehr Panik unter euren Feinden verbreiten wollt. Das ermöglicht es euch, eure Attacken entsprechend der Schlachtsituation anzupassen. Und wie andere Untote Einheiten widerstehen Aasreiter den Zweifel-Effekten von Moraltests.

Ihr könnt eurem Aasreiter auch befehlen, Galle auf feindliche Truppen zu spucken. Wenn ihr diese Spezialfähigkeit ausführt, wählt ihr eine freie Einheit in Reichweite und gebt dieser Figur sofort einen Pesthauch-Marker. Der Pesthauch-Marker kann ganz gewöhnlich verwendet werden, oder ihr spart ihn euch auf – wenn der Aasreiter eine Einheit mit einem Pesthauch-Marker attackiert, könnt ihr eine Energie aufwenden, um einen tödlichen Treffer anzubringen, welcher sofort den Verteidigungswert umgeht und eine Wunde verursacht. Dies macht den Aasreiter auf gewisse Art zu einem natürlichen Gegenstück des Runengolems – egal, welche Verteidigungshaltung der Golem einnimmt, das Gift des Aasreiters frisst sich durch seine steinerne Haut.

Ardus Ix’Erebus

Angeführt werden die Einheiten von Waiqar dem Untoten im Runewars-Grundspiel von niemand anderem als Ardus Ix’Erebus, einem wahren Mitglied der alten Totgeborenen Legion. Als Lebender war Ardus Ix’Erebus ein kalter, taktischer Anführer. Doch seine vielen Siege wurden meist zu einem höheren Preis erkauft, als sich die meisten erhofft hatten. Als Waiqars Schwur ihn und sein Heer in die Totgeborene Legion verwandelte, war Ardus an Waiqars Seite, und seit diesem Tag ist er einer der berühmtesten Generäle der Nebellande.

Wird Ardus Ix’Erebus ins Feld geführt, ist er eine wahre Macht, die man im Auge behalten sollte. Er ist schneller als nahezu jede andere Einheit der Untoten, seine langsamste Aktion weist einen Initiativewert von 5 auf. Er ist schnell und gut manövrierbar, kann seine Verteidigung auf Wunsch erhöhen und widersteht sowohl Zweifel wie auch Furcht aus dem Moraldeck.

Die Geschichten sagen, ein Mitglied der Totgeborenen Legion allein könne den Verlauf einer Schlacht verändern und Ardus Ix’Erebus stellt dies unter Beweis. Er wirft Angriffe mit zwei weißen Würfeln, was ihm bessere Attacken verleiht als nahezu jeder anderen Einheit im Spiel.  Zudem erhöht Brutal 1 seine Bedrohung, was direkt die Menge an Schaden erhöht, den Ardus in einer Runde austeilen kann.

Ardus ist zweifelsohne mächtig im Kampf, aber seine wahre Stärke auf dem Schlachtfeld ist seine Rolle als Meister der Taktik. Während Nahkampfattacken wird Ardus so behandelt, als besitze er die Energiefähigkeiten aller Verbündeten in seiner Nähe – dies macht es ihm ein Leichtes, einen Pesthauch über Einheiten zu legen oder sie zu zermalmen, vorausgesetzt, er befindet sich nahe genug an seinen Wiederbelebten Bogenschützen und Aasreitern. Ardus beeinflusst sogar den Aufbau eurer Armee – ein dunkles Heer von Krähen rottet sich, angezogen vom Duft des Gemetzels, über ihm zusammen und befeuert die übrigen Untoten. Solange Ardus eure Armee anführt, kann jede Einheit mehr Aufwertungen tragen, als sie eigentlich könnte.

 

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